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DeutschlandTREND: Öffentlicher Raum gilt meist als sicher – Angst vor körperlichen Angriffen steigt

35 Prozent berichten von (manchmal) Angst, geschlagen oder verletzt zu werden; auch Sorgen vor Terroranschlägen und sexueller Bedrängung nehmen zu.

Die Menschen in Deutschland fühlen sich im öffentlichen Raum weiterhin überwiegend sicher. Zugleich ist nach einer aktuellen Umfrage der Anteil jener gestiegen, die sich vor körperlichen Angriffen fürchten. Das geht aus dem ARD-DeutschlandTREND hervor, für den infratest dimap 1.297 Wahlberechtigte befragt hat.

Die Erhebung fand vom 3. bis 5. August 2026 statt. Nach Angaben der Mitteilung wurde sie abgeschlossen, bevor am Mittwoch der Fund einer Drohne mit Sprengvorrichtung am Flughafen Halle/Leipzig bekannt wurde.

Sorge vor körperlichen Angriffen nimmt zu

35 Prozent der Befragten haben demnach manchmal, häufig oder immer die Sorge, geschlagen oder verletzt zu werden. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im November 2025. 63 Prozent haben diese Sorge selten oder nie.

Jeder Dritte, also 33 Prozent, fürchtet mindestens manchmal, Opfer eines terroristischen Anschlags werden zu können. Das ist ein Plus von einem Prozentpunkt. 64 Prozent haben diese Befürchtung selten oder nie.

24 Prozent geben an, manchmal, häufig oder immer Sorge zu haben, sexuell bedrängt zu werden. Auch das ist ein Anstieg um einen Prozentpunkt. 74 Prozent haben diese Sorge selten oder nie.

Diebstahl und verbale Angriffe beschäftigen viele

Stärker verbreitet als die Sorge vor körperlichen Angriffen ist die Furcht vor Diebstahl oder verbalen Attacken. 51 Prozent haben im öffentlichen Raum mindestens manchmal die Sorge, dass ihnen etwas gestohlen wird. Das ist ein Rückgang um einen Prozentpunkt. 47 Prozent beschäftigt diese Sorge nicht.

49 Prozent haben manchmal, häufig oder immer die Befürchtung, beleidigt oder angepöbelt zu werden. Ebenso viele, ebenfalls 49 Prozent, haben diese Sorge selten oder nie.

Nach der Mitteilung zeigt sich in allen abgefragten Bereichen eine leichte Verschiebung dahin, dass mehr Menschen immer oder häufig um ihre Sicherheit fürchten.

Frauen fühlen sich häufiger unsicher

In allen abgefragten Fällen ist das Unsicherheitsgefühl unter Frauen stärker ausgeprägt als unter Männern. Besonders deutlich ist der Unterschied bei der Sorge, sexuell bedrängt zu werden. 39 Prozent der Frauen haben diese Befürchtung mindestens manchmal, bei den Männern sind es 8 Prozent.

Größte wahrgenommene Gefahr: Islamistische Anschläge

Bei politisch motivierten Übergriffen und Anschlägen sehen die Befragten insbesondere im Islamismus eine große Gefahr. 69 Prozent halten die Gefahr islamistischer Übergriffe und Anschläge in Deutschland für sehr groß oder eher groß.

Die Gefahr rechtsextremer Übergriffe und Anschläge halten 56 Prozent für sehr groß oder eher groß. Bei linksextremen Übergriffen und Anschlägen sagen das 50 Prozent.

Die Mitteilung verweist zudem darauf, dass es zuletzt auf dem Christopher Street Day Ende Juli in Berlin einen islamistischen Terroranschlag gegeben habe, bei dem eine Frau getötet wurde.

So wurde die Umfrage durchgeführt

  • Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
  • Fallzahl: 1.297 Befragte
  • Erhebungszeitraum: 3. bis 5. August 2026
  • Verfahren: zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
  • Schwankungsbreite: 2 bis 3 Prozentpunkte

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