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Die kleinen Orangen kehren zurück

Start des dreijährigen Restaurationsprojekts im Mansfeld-Museum zur Wiederinbetriebnahme zweier schmalspuriger Lokomotiven

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Am kommenden Freitag im April 2025 steht das Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss Hettstedt im Mittelpunkt eines besonderen Ereignisses. Das Museum öffnet seine Tore für ein Projekt, das Eisenbahnfans, Technikinteressierte und Familien gleichermaßen anspricht: Die Restaurierung und Wiederinbetriebnahme zweier schmalspuriger Diesellokomotiven, im Volksmund liebevoll als die "kleinen Orangen" bezeichnet, ist in vollem Gange.

Die "kleinen Orangen" – Ein Comeback auf Schienen

Viele Besucher werden sich fragen: Wo sind die beiden bekannten Lokomotiven geblieben? Die Fahrzeuge, die normalerweise im Mansfeld-Museum beheimatet sind, wurden vorübergehend entfernt. Grund dafür ist eine umfassende Aufbereitung in Kooperation mit der Stadt Hettstedt, dem Trägerverein des Museums sowie Partnern wie dem Historischen Dresden und dem Historischen Feldbahnmuseum Dresden.

Ziel des auf mehrere Jahre ausgelegten Projektes ist es, eine der Lokomotiven betriebsbereit zu machen. Diese soll zukünftig als Rangierhilfe am Standort Kupferkammer dienen und gleichzeitig den Besuchern als technisches Schmuckstück präsentiert werden. Das zweite Fahrzeug wird optisch restauriert und wieder im Museum ausgestellt. Bereits nach etwa einem Jahr soll das erste Fahrzeug am Standort stehen – das gesamte Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

Technische Informationen: Die schmalspurigen Diesellokomotiven

Bei den Lokomotiven handelt es sich um robuste Dieselmaschinen, gebaut in den 1950er Jahren durch den Lokomotivbau Karl Marx (LKM) in Babelsberg. Insgesamt wurden 1.256 dieser Modelle als Werk- und Feldbahnlokomotiven gefertigt. Ihr Einsatzgebiet reichte über verschiedene Spurweiten von 485 bis 760 Millimeter, wobei die jüngsten Fahrzeuge auf 750 Millimetern unterwegs sind.

  • Baujahr: 1950–1959
  • Hersteller: LKM Babelsberg
  • Spurweite: 750 mm
  • Länge über Puffer: 3.480 mm
  • Höhe (mit Führerhaus): 2.590 mm
  • Breite: 1.300–1.550 mm
  • Gesamtradstand: 1.030–1.050 mm
  • Kleinster Biegeradius: 12 m
  • Leermasse: 3,0 t
  • Dienstmasse: 4,2–6,5 t
  • Höchstgeschwindigkeit: 8–14 km/h (je nach Getriebe)
  • Installierte Leistung: 30–35 PS (22–26 kW)
  • Weitere technische Details wie Motortyp, Anfahrzugkraft oder Leistungstransmission können auf Nachfrage im Mansfeld-Museum eingesehen werden.

    Ein Gemeinschaftsprojekt für das Mansfelder Land

    Die Restaurierung der beiden Lokomotiven ist ein Gemeinschaftsprojekt, das viele lokale und regionale Akteure zusammenführt. Insbesondere das Engagement des Museums-Trägervereins und die Unterstützung durch das Historische Feldbahnmuseum Dresden sind elementare Bausteine dieses Vorhabens. Die Zielsetzung ist klar: Die Lokomotiven sollen als technikhistorische Zeugnisse erhalten, betriebsfähig gemacht und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

    Die Bedeutung des Projekts reicht dabei über den Museumsstandort hinaus. Es setzt ein Zeichen für den Erhalt industriellen Kulturerbes und stärkt die Identifikation der Region mit ihrer Bergbau- und Eisenbahntradition.

    Besucherinformation und Ausblick

    Besucher sind herzlich eingeladen, die Entwicklung des Projekts direkt vor Ort zu verfolgen. Während der Arbeiten werden interessierte Gäste regelmäßig über den Fortschritt informiert. Das Museum freut sich bereits jetzt auf die Rückkehr der "kleinen Orangen", die dann als restaurierte Schmuckstücke das Mansfelder Land bereichern und sicherlich zahlreiche Besucher anziehen werden.

    Die Verantwortlichen hoffen auf eine rege Teilnahme am Eröffnungstag sowie während der gesamten Projektlaufzeit. Es lohnt sich, die Restaurierung dieser seltenen Lokomotivtypen hautnah mitzuerleben und dabei einen Einblick in die faszinierende Technikgeschichte Mitteldeutschlands zu erhalten.

    Ausblick

    Mit dem ambitionierten Lokomotiven-Projekt unterstreicht das Mansfeld-Museum einmal mehr seine Rolle als innovativer Standort für Technik- und Regionalgeschichte. Die Rückkehr der "kleinen Orangen" verspricht schon jetzt einen spannenden Höhepunkt für Eisenbahnliebhaber und Museumsfreunde gleichermaßen.

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