Grundsteuer steigt 2026 deutlich an
Einheitsgemeinde plant Hebesatzerhöhung bei Grundsteuer A und B zur Sicherung der Finanzen
Die Einheitsgemeinde steht vor einer entscheidenden Weichenstellung: Für das Haushaltsjahr 2026 wird dem Stadtrat eine Erhöhung der Hebesätze für Grundsteuer A, Grundsteuer B und eine Beibehaltung bei der Gewerbesteuer vorgeschlagen. Damit soll die finanzielle Handlungsfähigkeit langfristig gesichert bleiben.
Hintergrund: Anhaltende Haushaltsanspannung
Seit Jahren gibt die Gemeinde mehr aus, als sie an Einnahmen verbuchen kann. Trotz einer Reduzierung des Personalbestands und der konsequenten Konsolidierung – über acht Millionen Euro Schulden wurden in zehn Jahren abgebaut – reichen die Mittel laut Bürgermeister Andreas Brohm nicht aus, um alle gesetzlichen Aufgaben und geplanten Investitionen zu decken.
Mit den Worten: „Ja, es bedeutet für viele Eigentümer eine höhere Zahlung. Das wissen wir. Aber wir sind verpflichtet, die Wahrheit offen auszusprechen: Die Gemeinde gibt seit Jahren mehr Geld aus, als sie einnimmt,“ macht Bürgermeister Brohm die Dringlichkeit deutlich.
Grundsteuerreform verschärft Situation
Die Einnahmenlage ist in Folge der Grundsteuerreform 2025 weiter verschärft worden. Trotz Einsparungen bei den Personalkosten durch den Abbau von Verwaltungspersonal reichen die Haushaltsmittel nicht aus, um alle Pflichtleistungen und Investitionen zu decken.
Vorgeschlagene Hebesätze für 2026
Mit diesen Werten würde sich die Gemeinde am aktuellen Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts orientieren.
Finanzielle Auswirkungen im Überblick
Durch die vorgeschlagenen Anpassungen könnten im Jahr 2026 zusätzliche Einnahmen von etwa 180.000 € im Vergleich zu 2025 generiert werden. Im Vergleich zu den Zahlen vor der Steuerreform wären es rund 75.000 € mehr.
Steuerart
2024
2025
2026 (Plan)
Grundsteuer B
849.845 €
713.282 €
874.600 €
Grundsteuer A
180.337 €
195.776 €
227.700 €
Ein Teil des Anstiegs bei Grundsteuer A resultiert zudem daraus, dass ab 2025 mehr Grundstücke der Steuerpflicht unterliegen.
Ausblick und weitere Schritte
Bürgermeister Brohm betont: „Wir wollen gestalten – nicht nur den Mangel verwalten.“ Mit einer ehrlichen Kommunikation und dem Hinweis, dass gemeinsame Anstrengungen notwendig sind, unterstreicht die Gemeinde die Bedeutung der vorgeschlagenen Maßnahme.
Die vorgeschlagene Anhebung der Hebesätze steht nun zur Beratung und Beschlussfassung im Stadtrat an. Ziel bleibt, die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde zu sichern – auch in finanziell herausfordernden Zeiten.
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