Straßensanierung startet mit innovativem Mini-Mix-Verfahren
Mit 135.000 Euro dämmt die Stadt Schäden flexibel und kosteneffizient – trotz knapper Haushaltslage in Groß Schwarzlosen, Grieben und Tangerhütte


Ab kommender Woche startet in mehreren Ortsteilen die Sanierung ausgewählter Straßenabschnitte. Möglich macht dies der Einsatz des sogenannten Mini-Mix-Verfahrens, das mit überschaubarem Kostenaufwand punktuell Fahrbahnschäden behebt. Der Hauptausschuss hatte das Vorgehen bereits im Mai beschlossen. Für das laufende Jahr stehen rund 55.000 Euro zur Verfügung, im kommenden Haushaltsjahr sind 80.000 Euro für diese Sanierungsmethode eingeplant.
Kosteneffizienz in Zeiten knapper Kassen
Die Entscheidung, auf das Mini-Mix-Verfahren zu setzen, wurde vor dem Hintergrund einer weiterhin angespannten Haushaltslage getroffen. Die Einführung einer Haushaltssperre und der bewusste Verzicht auf Steuereinnahmen machen umfassende Sanierungen, etwa in der Innenstadt, derzeit unmöglich. Die Stadtverwaltung setzt daher auf wirtschaftliche Lösungen, um dennoch möglichst viele Straßen instandzusetzen.
Stellungnahme des Bürgermeisters
Bürgermeister Andreas Brohm betont die Notwendigkeit, vorhandene Mittel bestmöglich einzusetzen:
„Ich bin froh, dass die Kollegen vom Tiefbau hier eine kostengünstige Lösung gefunden haben, die uns die Möglichkeit gibt, in der gesamten Gemeinde tätig zu sein. Wir dürfen dennoch nicht die Augen verschließen, dass aufgrund fehlender Finanzkraft der Einheitsgemeinde dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen nicht in vollem Umfang durchgeführt werden können.“
Start der Arbeiten: Diese Straßen profitieren zuerst
Die ersten Maßnahmen beginnen am kommenden Montag in Straßenbereichen mit akutem Sanierungsbedarf. Konkret betroffen sind folgende Abschnitte:
Viele Fahrbahnen weisen teils gravierende Schäden auf, die sich insbesondere durch die Witterung der letzten Winter weiter verschärft haben. Ein weiteres Zuwarten könnte die Substanz erheblich gefährden und höhere Folgekosten verursachen.
Das Mini-Mix-Verfahren: Modern, flexibel und wirtschaftlich
Beim Mini-Mix-Verfahren, auch DSK genannt, wird eine dünne Schicht Kaltasphalt maschinell aufgetragen. Die Methode ist besonders witterungsbeständig und eignet sich flexibel für enge und kurvenreiche Straßenabschnitte. Einer der Vorteile: Sanierungen können gezielt und kurzfristig erfolgen, was sowohl Kosten als auch Verkehrsbeeinträchtigungen spürbar reduziert.
Positive Erfahrungen und Ausblick
Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass diese Sanierungsmaßnahmen die Verkehrssicherheit erhöhen und zur Werterhaltung der Straßeninfrastruktur beitragen. Dennoch bleibt die Frage, wie langfristig mit den knappen Haushaltsmitteln umzugehen ist und welche Investitionen in Zukunft möglich sein werden.
Mit dem Start der Arbeiten in der kommenden Woche setzt die Gemeinde ein Zeichen für pragmatische, zielgerichtete Straßeninstandhaltung – auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.