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Tangerhütte stellt Förderantrag für Ausstattung der Feuerwehr in Lüderitz (Namibia)

Beantragt werden Schutzausrüstung, zusätzliche Atemschutztechnik und ein Ersthelfer-Feuerwehrfahrzeug mit einem Gesamtvolumen von rund 304.000 Euro

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Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte hat einen Förderantrag zur Unterstützung der Feuerwehr in der Partnerkommune Lüderitz in Namibia eingereicht. Mit dem Projekt sollen die Notfall- und Brandbekämpfungskapazitäten des Lüderitz Town Council durch moderne Schutzausrüstung und ein Ersthelfer-Feuerwehrfahrzeug gestärkt werden. Eine Entscheidung über den Fördermittelbescheid wird nach Angaben der Einheitsgemeinde voraussichtlich Ende August erwartet. Die Umsetzung steht bis dahin unter dem Vorbehalt der Bewilligung.

Geplant sind Ausrüstung und Fahrzeug für die Feuerwehr

Das beantragte Projekt umfasst die Beschaffung moderner persönlicher Schutzausrüstung für Feuerwehrkräfte, zusätzliche Atemschutzausrüstung sowie ein Ersthelfer-Feuerwehrfahrzeug. Ziel ist es, dass Einsatzkräfte bei Bränden, Verkehrsunfällen und anderen Notlagen schneller und sicherer reagieren können.

Die Einheitsgemeinde verweist auf besondere Herausforderungen für die kommunale Gefahrenabwehr in Lüderitz. Genannt werden schwer erreichbare Siedlungsbereiche, enge oder unbefestigte Wege, zunehmende Verkehrsbelastungen sowie neue Anforderungen durch die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Eine leistungsfähige Feuerwehr sei deshalb ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge.

Projektvolumen bei rund 304.000 Euro

Das beantragte Gesamtvolumen liegt bei rund 304.000 Euro. Davon sollen rund 286.000 Euro über Fördermittel finanziert werden. Der Eigenanteil beträgt nach derzeitigem Stand rund 18.000 Euro und soll vom Lüderitz Town Council getragen werden. Für die Einheitsgemeinde entsteht nach Angaben der Verwaltung dadurch keine finanzielle Belastung.

Partnerschaft soll praktische Wirkung entfalten

Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte verbindet seit mehreren Jahren eine kommunale Partnerschaft mit dem Lüderitz Town Council in Namibia. Der Stadtrat hatte bereits 2019 einstimmig beschlossen, diese Partnerschaft unter Einbeziehung der Ortschaft Lüderitz aufzubauen und zu vertiefen. Unterstützt wurde der Prozess unter anderem durch das Honorarkonsulat in Hannover. Im November 2022 reiste erstmals eine Delegation der Einheitsgemeinde nach Namibia.

Nach Darstellung der Einheitsgemeinde geht es bei der Partnerschaft nicht um symbolische Kontakte, sondern um fachlichen Austausch zwischen Kommunen, gemeinsame Lernprozesse und konkrete Projekte mit Wirkung vor Ort. Seit 2025 besteht zudem eine Projektpartnerschaft zwischen Lüderitz in Namibia und der Stadt Leipzig. Daraus habe sich eine Zusammenarbeit zwischen Lüderitz, Leipzig und Lüderitz/Tangerhütte entwickelt. Ziel sei der Erfahrungsaustausch zur Umsetzung der Agenda 2030 auf kommunaler Ebene sowie die Entwicklung konkreter Projekte innerhalb der Partnerschaft.

Einen Überblick über den bisherigen Arbeitsstand der Partnerschaft hatte die Einheitsgemeinde bereits Anfang August gegeben, unter anderem mit Blick auf Stadtentwicklung, Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung: Kommunale Partnerschaft Tangerhütte–Lüderitz: Fokus auf digitale Stadtentwicklung.

Beschaffung und Schulung vor Ort vorgesehen

Die geplanten Anschaffungen sollen in Namibia beschafft und dort eingesetzt werden. Nach Angaben der Einheitsgemeinde soll damit sichergestellt werden, dass Wartung, Einweisung und Nutzung dauerhaft durch die zuständigen Stellen in Lüderitz abgesichert werden können. Vorgesehen ist außerdem, die Nutzerinnen und Nutzer in den Umgang mit Fahrzeug und Ausrüstung einzuweisen. Die Abteilung Fire Brigade Services des Lüderitz Town Council soll die Einweisung und Schulung übernehmen.

Einordnung in die Entwicklungspolitik der Einheitsgemeinde

Die Einheitsgemeinde beteiligt sich am bundesweiten Förderprogramm „Koordination für kommunale Entwicklungspolitik“. In diesem Rahmen wurde eine geförderte Koordinationsstelle eingerichtet, die nachhaltige Entwicklung strategisch in Verwaltung und kommunalem Handeln verankern soll. Ergänzend wurde das Programm „Global nachhaltige Kommune – bundesweit 2025“ bewilligt.

Nach Angaben der Einheitsgemeinde ist die Partnerschaft mit Lüderitz ein zentraler Bestandteil dieser Arbeit. Mit dem eingereichten Förderantrag wolle die Kommune einen weiteren Schritt gehen, um aus der Partnerschaft konkrete Wirkung entstehen zu lassen.

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