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Evangelischer Landesbischof Friedrich Kramer im Gespräch im Gleimhaus Halberstadt

Austausch mit „Frauen für Halberstadt“ und weiteren kirchlichen Akteurinnen über Engagement, Dialog und die Initiative #VerständigungsOrte

Landesbischof Friedrich Kramer und Thomas Rimpler im Gespräch mit der Initiative „Frauen für Halberstadt“
Landesbischof Friedrich Kramer und Thomas Rimpler im Gespräch mit der Initiative „Frauen für Halberstadt“
Landesbischof Friedrich Kramer und der stellvertretende Oberbürgermeister Thomas Rimpler im Gespräch mit der Initiative „Frauen für Halberstadt“© Jeannette-Schroeder-Stadtmarketing-Hbs 9Bild 1 von 3

Austausch im Gleimhaus über Engagement von Frauen in Sachsen-Anhalt

Im Rahmen seiner Sommertour durch Sachsen-Anhalt hat der evangelische Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, das Gleimhaus in Halberstadt besucht. Unter dem Motto „Starke Stimmen – Frauen in Sachsen-Anhalt“ kam er dort mit Vertreterinnen der Initiative „Frauen für Halberstadt“, den Gleichstellungsbeauftragten, kirchlichen Vertreterinnen sowie dem stellvertretenden Oberbürgermeister Thomas Rimpler ins Gespräch.

Mit der Sommertour möchte Kramer gezielt Orte aufsuchen, an denen Menschen leben und Verantwortung übernehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, wer das Land bewegt, wo aktuelle Probleme liegen und was nötig ist, damit starke Stimmen Gehör finden. Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen im September wollte Kramer erfahren, welche Themen die Menschen beschäftigen, wo sie Herausforderungen sehen und was ihnen Hoffnung gibt.

Schwerpunkt auf dem Engagement von Frauen

Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Tour liegt auf dem Engagement von Frauen in Sachsen-Anhalt. Sichtbar gemacht werden soll, was Frauen täglich im kirchlichen, sozialen und gesellschaftlichen Leben leisten und wie wichtig ihr Einsatz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.

Die Idee für das Treffen entstand laut Mitteilung durch Elke Selke, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harz, gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Halberstadt Andrea Schwarzloos sowie Dr. Ute Pott, Direktorin des Gleimhauses.

Dass das Gleimhaus als Veranstaltungsort gewählt wurde, war demnach bewusst entschieden worden. Es gehört zu den offiziellen FrauenOrten Sachsen-Anhalt und erinnert an Anna Louisa Karsch, die als erste deutsche Berufsschriftstellerin gilt. Bereits zuvor war mit Bollmanns Gaststätte in Erinnerung an Minna Bollmann der erste FrauenOrt Halberstadts entstanden.

Das landesweite Projekt „FrauenOrte – Frauengeschichte in Sachsen-Anhalt“ macht nach Angaben der Mitteilung an inzwischen 52 Standorten in 37 Städten und Gemeinden das Leben und Wirken historisch bedeutender Frauen sichtbar. Damit sollen ihre Leistungen in Politik, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Netzwerk „Frauen für Halberstadt“ gewürdigt

Neben Landesbischof Friedrich Kramer nahmen unter anderem Juliane Baumann, Medienreferentin und Rundfunkbeauftragte der EKM, sowie Eva Lange, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland, an dem Austausch teil.

In seiner Begrüßung hob der stellvertretende Oberbürgermeister Thomas Rimpler die Bedeutung des Netzwerkes „Frauen für Halberstadt“ hervor. Das Netzwerk habe sich 2023 gegründet und veranstalte in diesem Jahr bereits zum vierten Mal die Halberstädter Frauenwoche. Rimpler betonte zudem die Bedeutung des direkten Austauschs in Städten und Gemeinden, weil dort gesellschaftliche Herausforderungen besonders sichtbar würden. Zugleich würdigte er das Engagement zahlreicher Vereine, Verbände, Beiräte und Initiativen in Halberstadt, die sich für die Belange von Frauen einsetzen.

Rimpler erklärte: „Das vielfältige Engagement der Frauen und ihrer Netzwerke ist für unsere Stadt von unschätzbarem Wert. Sie leisten Tag für Tag hervorragende Arbeit, stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und geben wichtigen Themen eine Stimme. Dieses Engagement unterstützen wir als Stadt ausdrücklich und danken allen, die sich mit so viel Herzblut dafür einsetzen.“

Offener Dialog und Initiative #VerständigungsOrte

Im Mittelpunkt des Treffens stand der offene Dialog. Landesbischof Kramer warb dabei erneut für die Initiative #VerständigungsOrte, mit der Kirche und Diakonie Räume für ehrliche Gespräche schaffen möchten.

Kramer sagte: „Mich stärkt das Gespräch mit Ihnen in Halberstadt sehr und lässt mich auch in diesen nicht so einfachen Zeiten wieder beruhigter nach Hause fahren. Wir sind viele und stärken uns gegenseitig.“

Zum Abschluss dankte Thomas Rimpler allen Beteiligten für ihren Einsatz und ermutigte die Vertreterinnen der Initiativen, ihre Arbeit auch künftig mit derselben Überzeugung fortzuführen. Der Besuch des Landesbischofs habe nach Mitteilung der Stadt gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen, gegenseitiges Zuhören und ein respektvoller Austausch für eine lebendige Demokratie und einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt sind.

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