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Gefahr auf Eisflächen in Stendal

Stadt warnt vor Betreten von Gewässern und ruft zu Rücksicht auf Wildvögel und Schneeräumung auf

Von Redaktion Stendal

Mit dem Einzug der kalten Jahreszeit ist in Stendal erhöhte Vorsicht geboten. Die Hansestadt informiert über wichtige Regelungen und Hinweise, um Risiken durch Schnee und Eis vorzubeugen – sowohl für Menschen als auch für Tiere. Dabei stehen der Schutz der Bevölkerung und der respektvolle Umgang mit der Natur im Vordergrund.

Regeln für öffentliche Flächen und Gebäude

Nach § 8 der Gefahrenabwehrverordnung der Hansestadt Stendal ist das Betreten von Eisflächen auf sämtlichen Gewässern des Stadtgebiets streng untersagt. Ebenso ist es verboten, Eisflächen mit Fahrzeugen zu befahren, Löcher in das Eis zu schlagen oder Teile des Eises zu entnehmen. Dies gilt für das gesamte Stadtgebiet und alle Ortsteile.

Zur eigenen Sicherheit wird empfohlen, winterliche Aktivitäten nur auf geprüftem und sicherem Untergrund auszuüben. Risiken durch nicht ausreichend tragfähiges Eis sind nicht zu unterschätzen.

Pflichten bei Schnee und Eis an Gebäuden

An Gebäuden, die direkt an der Straße liegen, müssen Eigentümer oder Verantwortliche Eiszapfen, Schneeüberhänge sowie auf dem Dach lagernde Schneemassen, die eine Gefahr darstellen könnten, umgehend entfernen. Die Sicherheit von Passanten und Fahrzeugen steht hier im Vordergrund.

Sicherheitsmaßnahmen und Ordnungsrecht

Verantwortliche sind verpflichtet, im Gefahrenfall Absperrungen oder Warnzeichen zu errichten. Diese Pflicht ergibt sich aus § 6 Abs. 1 der Gefahrenabwehrverordnung. So sollen Unfälle und Schäden durch herabfallendes Eis oder Schnee wirksam vermieden werden.

Wissenswertes über Entenvögel und Schwäne im Winter

Eine weit verbreitete Sorge betrifft die auf Eisflächen rastenden Wasservögel. Entenvögel und Schwäne frieren jedoch in der Regel selbst bei strengem Frost nicht fest. Die Natur hat sie mit einem besonderen

ausgestattet. Dieses ermöglicht den Tieren, ihre Füße bei niedriger Temperatur zu halten, ohne Wärmeverluste und ohne dass das Eis unter ihnen schmilzt.

Durch diese Anpassung bleiben die Füße kalt, sparen Energie und verhindern das Festfrieren auf Eisflächen. In den meisten Fällen benötigen die Tiere daher keine menschliche Hilfe.

Rücksichtnahme im Umgang mit Wildvögeln

Spaziergänger werden gebeten, Entenvögel und Schwäne nicht aufzuscheuchen – auch Hunde sollten zurückgehalten werden. Unruhe kostet die Tiere Energiereserven, die sie zum Überwintern dringend brauchen.

Nur bei langanhaltendem Frost kann es vorkommen, dass kranke, verletzte oder bewegungsunfähige Tiere im Eis festfrieren. Diese benötigen dann Unterstützung.

Empfehlungen für einen sicheren Winter

  • Betreten Sie keine Eisflächen auf Gewässern – Lebensgefahr!
  • Entfernen Sie gefährliche Schnee- oder Eisansammlungen von Dächern an öffentlichen Wegen.
  • Beachten Sie Absperrungen und Warnhinweise.
  • Vermeiden Sie, Wildvögel in ihrer Winterruhe zu stören.
  • Durch die Einhaltung der örtlichen Vorschriften und eine rücksichtsvolle Verhaltensweise kann der Winter in Stendal sicher und harmonisch verlaufen.

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