Pflegeaktion am Stadtsee in Stendal gestartet
Landesanglerverband entfernt übermäßige Wasserpflanzen, um Wasserqualität und Ökosystem zu schützen


Die Hansestadt Stendal setzt in dieser Woche eine Pflegemaßnahme am Stadtsee um. Ziel ist es, die Wasserqualität des beliebten Sees im Herzen der Stadt langfristig zu verbessern und das ökologische Gleichgewicht zu sichern.
Gezielte Pflegemaßnahmen gegen Überwucherung
Im Auftrag der Stadt entfernt der Landesanglerverband aktuell mit einem Spezialfahrzeug große Mengen Wasserpflanzen und Kraut aus dem Stadtsee. Die Aktion umfasst das gezielte Abmähen mehrerer Tonnen Biomasse, die im Anschluss für einige Tage am Ufer verbleiben.
Während dieser Zeit erhalten Kleinstlebewesen, die sich in den Wasserpflanzen befinden, die Möglichkeit, eigenständig in das Gewässer zurückzukehren. Abschließend wird das gesammelte Pflanzenmaterial sachgerecht entsorgt.
Temporäre Beeinträchtigungen rund um den Stadtsee
Die Stadt weist darauf hin, dass rund um den Stadtsee in den kommenden Tagen mit temporären Geruchsbelästigungen gerechnet werden muss. Diese entstehen durch das abgelegte Pflanzenmaterial am Ufer. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese unvermeidbaren Begleiterscheinungen.
Fütterungsverbot für Wasservögel bleibt wichtig
Oberbürgermeister Bastian Sieler stellt zudem klar: Die Fütterung von Gänsen und anderen Wasservögeln ist weiterhin strikt untersagt. Bereits kleine Mengen Brot tragen zusätzliche Nährstoffe in das Wasser ein, begünstigen unerwünschtes Pflanzenwachstum und beeinträchtigen die Wasserqualität des Sees.
Die Stadt appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, das Fütterungsverbot einzuhalten und so den Erfolg der Pflegemaßnahme aktiv zu unterstützen.
Langfristige Gesundheit des Stadtsees sichern
Mit der diesjährigen Aktion setzt Stendal ein deutliches Zeichen für nachhaltige Gewässerpflege. Die Maßnahme zeigt, wie abgestimmte Eingriffe zusammen mit dem verantwortungsvollen Verhalten der Menschen vor Ort zur Erhaltung des Naherholungsgebiets beitragen können.
Die Hansestadt dankt für das Verständnis während der Arbeiten und hofft, dass diese Maßnahme auf breite Unterstützung in der Bevölkerung trifft.
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