Probleme am Stadtsee Stendal: Algen und Tierverluste
Intensive Sonnenstrahlung und geringer Wasserstand erschweren den Wasseraustausch und führen zu Tierverlusten, während Wehranlagen verbessert werden
Die anhaltenden Witterungsbedingungen wirken sich spürbar auf den Zustand des Stendaler Stadtsees aus. Besonders die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung und fehlendem Niederschlag begünstigt ein verstärktes Algenwachstum. Dieses Phänomen wurde bereits im vergangenen Jahr dokumentiert und wird durch die relativ geringe durchschnittliche Wassertiefe des Sees von 1,8 Metern weiter begünstigt.
Herausforderungen durch Klimaänderungen
Die beobachteten Veränderungen am Stadtsee sind kein Einzelfall. Auch andere Gewässer zeigen ähnliche Entwicklungen, die auf die fortschreitenden Klimaänderungen zurückzuführen sind. Ein aktuelles Gutachten empfiehlt daher einen teilweisen Wasseraustausch über die Uchte. Die Zuständigkeit des Stadtsees liegt bei der Hansestadt Stendal, während für die Uchte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz (LHW) verantwortlich ist.
Weitere Untersuchungen und Maßnahmen erforderlich
Auf Nachfrage bei der zuständigen Behörde teilte das LHW mit, dass zunächst zusätzliche, umfangreiche fachgutachterliche Untersuchungen notwendig sind. Erst auf dieser Grundlage kann ein tragfähiges Konzept für den Wasseraustausch erstellt werden. Bereits jetzt steht fest: Ein möglicher Wasseraustausch kann, wenn überhaupt, nur in den Wintermonaten erfolgen. Derzeit führt die Uchte jedoch nicht genug Wasser, sodass ein Austausch aktuell nicht möglich ist. Außerdem darf die Wasserqualität der Uchte durch Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden.
Sanierungen und tierische Folgen
In den kommenden Tagen starten zudem die Arbeiten zur Verbesserung der Wehranlagen am Stadtsee. Diese Bauarbeiten werden durch Fördermittel des Bundes und des Landes unterstützt. Auch bei der Tierwelt sind die Auswirkungen der aktuellen Bedingungen zu spüren: Vereinzelt wurden verendete Tiere im Stadtsee gefunden. Diese stammen aus dem Besatz durch den örtlichen Anglerverein. Für die Tiere ist das Umsetzen in ein neues Gewässer immer mit Stress verbunden – unter den derzeit nicht optimalen Bedingungen kann es so leider zu Verlusten kommen.
Ihre Hinweise sind gefragt
Die Stadt dankt ausdrücklich für Hinweise und Beobachtungen, die zur weiteren Einschätzung der Situation beitragen können.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.