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Stendal auf dem Weg zur nachhaltigen Wärmeversorgung

Stendal startet die kommunale Wärmeplanung mit Ziel Klimaneutralität bis 2040, Kooperationen mit aconium und digikoo bis 2025

Von Redaktion Stendal

Die Hansestadt Stendal startet offiziell mit der Kommunalen Wärmeplanung. Nach einem Ratsbeschluss wurde der Dienstleister aconium GmbH, gemeinsam mit der digikoo GmbH, mit der Ausarbeitung beauftragt. Ziel des Projekts ist es, einen Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung für Stendal zu erarbeiten. Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und weiteren lokalen Akteuren.

Gemeinsamer Auftakt und Zeitplan

Ein erstes Treffen zwischen der Stadt und dem beauftragten Dienstleister hat bereits stattgefunden. In den kommenden Monaten wird die kommunale Wärmeplanung Schritt für Schritt umgesetzt. Die Stadt Stendal verfolgt damit das Ziel, bis 2040 eine treibhausneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

Die Arbeiten sollen, gefördert durch einen entsprechenden Förderbescheid, bis zum vierten Quartal 2025 abgeschlossen werden. Das bundesweit geltende Wärmeplanungsgesetz verpflichtet die Stadt, spätestens zum 30. Juni 2028 eine erste kommunale Wärmeplanung vorzulegen.

Wichtigkeit für die Stadt Stendal

Die Wärmeplanung dient als wichtige Grundlage, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen Orientierung und Planungssicherheit zu bieten. Sie unterstützt dabei, konkrete Lösungen und Maßnahmen für die energieeffiziente Versorgung der Stadt zu entwickeln. Nach Abschluss der Planung sollen darauf aufbauend Maßnahmen entwickelt werden, um Stendal auf einen nachhaltigen Kurs zu bringen.

Rechtlicher Rahmen und technologische Ansätze

Das Wärmeplanungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2024 in Kraft ist, regelt bundesweit die Umsetzung solcher Projekte. Es verpflichtet Städte und Gemeinden, Maßnahmen zur Dekarbonisierung ihrer Wärmenetze zu entwickeln. Die kommunale Wärmeplanung soll für das gesamte Stadtgebiet ein nachhaltiges Versorgungskonzept entwerfen und ein zellulares Modell fördern, das die Infrastruktur verschiedener Technologien flexibel verbindet und so für mehr Ausfallsicherheit sorgt.

Der Fünf-Stufen-Prozess in der kommunalen Wärmeplanung

  • Eignungsprüfung: Festlegung von Untersuchungsgebieten und erste Bewertung geeigneter Versorgungskonzepte (netzgebunden oder dezentral).

  • Bestandsanalyse: Erhebung und Auswertung von Daten zu Energieverbrauch und bestehenden Wärmeversorgungstechnologien im Stadtgebiet.

  • Potenzialanalyse: Untersuchung lokal verfügbarer erneuerbarer Energiequellen sowie Möglichkeiten zur Gebäudesanierung und Abwärmenutzung.

  • Entwicklung von Zielszenarien: Erstellung eines zukunftsorientierten Bedarfsplans samt Prüfung klimafreundlicher Technologien und Ausweisung von Wärmeversorgungsgebieten.

  • Umsetzungsstrategie: Entwicklung eines Maßnahmenplans für die stufenweise Erreichung der Dekarbonisierungsziele.

    Jörg Rosenlöcher, Projektleiter der Hansestadt Stendal, unterstreicht: „In der Kommunalen Wärmeplanung geht es darum, eine Handlungsstrategie zu entwickeln, deren Umsetzung wir fortan laufend überprüfen und weiterentwickeln.“

    Beteiligung der Akteure und Kommunikation

    Der Planungsprozess setzt auf die Einbindung zahlreicher Gruppen: Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter der Politik, Industrie, Gewerbetreibende sowie Institutionen und Behörden. In den kommenden Wochen werden diese Akteure eingeladen, um sich über die Zukunft der Wärmeversorgung in Stendal auszutauschen.

    Für die Öffentlichkeit ist für Herbst 2025 eine Informationsveranstaltung geplant, zu der die Stadt rechtzeitig einladen wird. Über aktuelle Entwicklungen und Fortschritte informiert die Stadt regelmäßig auf ihrer Website.

    Vorteile und nächste Schritte

    Die Erkenntnisse aus der Wärmeplanung sind für Stadt, Netzbetreiber und Energieversorger essenziell, um die Infrastruktur passgenau auszugestalten. Auch Gebäudeeigentümer profitieren von Orientierungshilfen für nachhaltige Investitionen. Damit wird ein wichtiger Grundstein für Stendals Wärmewende und die Energiezukunft gelegt.

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