Stendal ehrt Pfarrer Ulrich Paulsen
Eintrag ins Goldene Buch für sein Engagement in Hospizarbeit, Trauerbegleitung und das Stadtleben
Mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Hansestadt Stendal würdigt die Stadt den langjährigen Einsatz von Pfarrer Ulrich Paulsen. Nach mehr als drei Jahrzehnten, in denen er das geistliche, soziale und kulturelle Leben der Stadt mitgeprägt hat, steht damit ein Lebenswerk im Mittelpunkt, das weit über den kirchlichen Rahmen hinausreicht.
Würdigung für langjährigen Einsatz in Stendal
Die Ehrung erfolgte auf Vorschlag von Dompfarrer Markus Schütte. Anlass war der Abschied von Ulrich Paulsen aus dem aktiven Dienst Anfang des Jahres, verbunden mit der Übergabe der Leitung des Stendaler Hospizes an Nachfolger*innen. Die Hansestadt Stendal nahm dies zum Anlass, Paulsen für seine besonderen Verdienste um die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger zu ehren.
Den würdigenden Eintrag unterzeichneten Oberbürgermeister Bastian Sieler und Pfarrer Paulsen selbst. Der Eintrag hält nach Angaben der Mitteilung ein Lebenswerk fest, das die Arbeit mit Sterbenden und Trauernden in Stendal und der Region sichtbar gemacht hat.
Aufbau eines Netzwerks des Trostes
Besonders hervorgehoben werden in der Mitteilung die von Paulsen angestoßenen und gegründeten Angebote. Dazu zählen:
Mit diesen Initiativen habe Paulsen der Hospizarbeit und der Begleitung von Sterbenden und Trauernden in Stadt und Region eine bleibende und sichtbare Präsenz verliehen. Die Mitteilung beschreibt sein Wirken als Aufbau eines Netzwerks des Trostes, das Stendal nachhaltig geprägt habe.
Historischer und gesellschaftlicher Rahmen
In seiner Rede, die laut Mitteilung auf der Website der Hansestadt dokumentiert wird, ordnete Ulrich Paulsen sein Wirken in einen historischen Zusammenhang ein. Er verwies dabei auf die ethischen Impulse Dietrich Bonhoeffers und auf die friedliche Revolution 1989/90.
Zugleich benannte er aktuelle Herausforderungen, vor allem im Gesundheitswesen und in der palliativen Versorgung im ländlichen Raum. Damit stellte er die Frage nach dem Platz schwächer werdenden und hilfebedürftigen Lebens in der Gesellschaft in den Mittelpunkt.
Hospiz- und Palliativarbeit als Teil des gesellschaftlichen Miteinanders
Paulsen betonte, dass Hospiz- und Palliativarbeit ebenso wie Trauer- und Sterbebegleitung Teil des gesellschaftlichen Miteinanders seien. In der Mitteilung wird seine Haltung als grundlegend beschrieben: Es gehe darum, ob hilfebedürftiges Leben mitten in der Gesellschaft seinen Platz haben dürfe.
Die Stadt hebt damit nicht nur eine berufliche Laufbahn hervor, sondern auch eine klare gesellschaftliche Haltung, die mit dem Namen Ulrich Paulsen verbunden ist. Sein Einsatz steht nach Darstellung der Mitteilung für Verantwortung, Gemeinschaft und Nächstenliebe.
Dank an Wegbegleiter*innen und Unterstützer*innen
In seiner Rede dankte Paulsen besonders allen Wegbegleiter*innen, den Engagierten in der Hospizarbeit sowie den finanziellen Unterstützer*innen, die das Lebenswerk nach seinen Worten möglich gemacht haben. Dieser Dank unterstreicht den gemeinschaftlichen Charakter der Arbeit, die hinter den genannten Projekten steht.
Der Eintrag im Goldenen Buch schließt mit einer klaren Einordnung: Sein Wirken sei beispielhaft für bürgerschaftliche Verantwortung, Gemeinschaft und Nächstenliebe in der Hansestadt Stendal.
Foto und Hinweis für Medien
Zur Mitteilung gehört ein Foto mit Oberbürgermeister Sieler und Pfarrer Paulsen mit dem Goldenen Buch der Hansestadt. Außerdem verweist die Pressestelle auf weitere Hinweise in den Medien.
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