Stendal startet neue Stadtgespräche
Am 15. Juni 2026 können Bürger im Cafe Bohne & Praline mit der Verwaltung über Kultur, Gemeinschaft, Migration und Zusammenleben sprechen.
Mit einem neuen Beteiligungsformat will die Hansestadt Stendal den direkten Austausch zwischen Verwaltung und Bürgerschaft stärken. Oberbürgermeister Bastian Sieler lädt dafür zu den sogenannten Stadtgesprächen ein. Im Mittelpunkt steht dabei ein offenes, zugleich klar strukturiertes Gesprächsformat, das auf Zuhören, Austausch und gegenseitigem Verständnis basiert.
Ein Format für unterschiedliche Perspektiven
Die Stadtgespräche setzen bewusst auf Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Lebenswegen und Meinungen. Sie werden an einem Tisch zusammengebracht, um Themen gemeinsam zu betrachten und unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen. Nach Angaben der Stadt sollen gerade dort gute Ideen entstehen, wo verschiedene Perspektiven aufeinandertreffen.
Das Konzept folgt einem einfachen Prinzip: Hören und gehört werden. Es soll einen Raum schaffen, in dem auch Frust, Wut und das Gefühl, nicht gehört zu werden, Platz haben — allerdings in geordneter Form. Ziel ist nicht der Schlagabtausch, sondern ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe.
So laufen die Gespräche ab
An den Tischen sitzen jeweils die Teilnehmenden sowie eine Moderatorin oder ein Moderator. Die Gesprächsform ist klar geregelt und soll dafür sorgen, dass alle zu Wort kommen und die Themen strukturiert behandelt werden.
In rund einer Stunde sollen so verschiedene Themen gemeinsam beleuchtet und strukturiert besprochen werden. Der Ansatz ist bewusst ruhig und geordnet gehalten, um einen sachlichen Austausch zu ermöglichen.
Ort, Zeit und Teilnahme
Die Stadtgespräche finden im Cafe Bohne & Praline, Markt 1, 39576 Hansestadt Stendal, am Montag, 15. Juni 2026, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail an [email protected] erfolgen.
Die Themen des Abends
Für den Abend sind zwei Themenblöcke vorgesehen, die zentrale Fragen des städtischen Zusammenlebens aufgreifen.
Kultur und Gemeinschaft
Im ersten Themenblock geht es um die Bedeutung von Kultureinrichtungen für die Stadtgesellschaft. Diskutiert werden soll, was Kultureinrichtungen leisten können und sollen — auch vor dem Hintergrund knapper werdender öffentlicher Mittel.
Migration und Zusammenleben
Der zweite Schwerpunkt betrifft Migration und Integration. Im Mittelpunkt steht die Frage, mit welchen konkreten Maßnahmen Integration in Stendal gelingen kann und ob Kultur dabei einen Beitrag leisten kann. Außerdem geht es darum, wie Zuwanderung so gestaltet werden kann, dass sie für alle gelingt — für die Ankommenden, für die sozialen Einrichtungen und für den Wohnungsmarkt.
Ansatz mit klarer Zielsetzung
Mit dem neuen Format will die Stadt offenbar nicht nur Informationen weitergeben, sondern echte Beteiligung ermöglichen. Die Stadtgespräche sollen einen Rahmen bieten, in dem unterschiedliche Erfahrungen und Haltungen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern in geordneter Form nebeneinander stehen können.
Gerade in Themenfeldern wie Kultur, Gemeinschaft, Migration und Zusammenleben setzt das Format auf Austausch statt Konfrontation. Die Idee dahinter ist klar: Wer miteinander spricht und einander zuhört, kann Unterschiede besser verstehen und gemeinsame Fragen präziser fassen.
Einladung an die Bürger*innen
Oberbürgermeister Bastian Sieler richtet die Einladung ausdrücklich an die Stendaler Bürger*innen. Das Format soll offen sein und möglichst vielen Perspektiven Raum geben. Die Stadt kündigt damit einen Gesprächsabend an, der weniger auf Debatte als auf Verständigung setzt.
So entsteht ein Angebot, das Beteiligung niedrigschwellig, aber gleichzeitig klar organisiert denkt. Die Stadtgespräche verbinden Offenheit mit Struktur — und setzen damit auf eine Form des Dialogs, die den Austausch in den Mittelpunkt stellt.
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