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Schloss Wernigerode erstrahlt in neuem Glanz

Sanierte Apfelbaumterrasse und historische Zugänge verbinden Geschichte, Natur und moderne Sicherheit

Schloss Wernigerode erstrahlt in neuem Glanz
Schloss Wernigerode erstrahlt in neuem Glanz
Bild zum Beitrag© Redaktion Wernigerode

Nach langer und sorgfältiger Sanierung präsentiert sich das Schloss Wernigerode mit der renovierten Apfelbaumterrasse und instandgesetzten historischen Zugängen wieder als Magnet für Besucher und Geschichtsinteressierte. Die durchgeführten Maßnahmen stärken sowohl das kulturelle Erlebnis als auch die Infrastruktur des Schlossgeländes und unterstreichen die Bedeutung dieses architektonischen Juwels im Harz.

Sanierung mit historischem Feingefühl

Die dringend erforderlichen Bauarbeiten betrafen insbesondere den historischen Verbindungsweg zwischen dem talseitigen Treppenturm und dem ehemaligen Schlossgefängnis. Fachleute erneuerten die Granitstufen, restaurierten historische Brüstungen und widmeten sich in besonderer Weise den denkmalgeschützten Rankgittern. Entgegen der ursprünglichen Planungen war es notwendig, die filigranen Metallarbeiten vollständig auszubauen, in der Werkstatt zu rekonstruieren und statisch zu ertüchtigen, um den heutigen technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen gerecht zu werden.

Darüber hinaus wurde die Oberfläche in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege im Stil des benachbarten großen Mosaikpflasters aus Obernkirchner Sandstein neu gestaltet. Eine moderne, verkehrssichere Beleuchtung sorgt nun für Sicherheit und setzt zugleich dezente Akzente.

Neue Wege und ein besonderer Baum auf der Apfelbaumterrasse

Die Apfelbaumterrasse, einst bereits unter Schlossbaumeister Carl Frühling neugestaltet, wird in Kürze wieder als zweiter offizieller Besucherausgang dienen. Sie verläuft entlang des Schlosscafés und stellt zudem einen weiteren Flucht- und Rettungsweg bereit – ein Plus an Komfort und Sicherheit für alle Besucher.

Das symbolträchtige Highlight bildet ein eigens gezüchteter Apfelbaum der Sorte „Schloß“. Dieser Baum, zusammen mit seinem Pflanzgefäß gestiftet vom Förderverein Gesellschaft der Freunde des Schlosses Wernigerode e. V., steht für die enge Verbindung von Natur, Geschichte und bürgerschaftlichem Engagement.

Bei der Einweihung betonte Oberbürgermeister Tobias Kascha:

„Die Wiederherstellung der Apfelbaumterrasse ist nicht nur ein weiterer Abschnitt der Sanierung unseres Schlosses, sondern schafft auch einen besonderen Ort der Begegnung. Die Terrasse lädt ganz bewusst auch zum Verweilen ein. Der Apfelbaum als Symbol für Wachstum und Verbundenheit mit unserer Stadt macht diesen Ort zu etwas ganz Besonderem. Ich danke den am Bau beteiligten Firmen und allen Partnern für das gelungene Projekt.“

Engagierte Partner im Einsatz

Das Projekt wäre nicht ohne das koordinierte Zusammenwirken zahlreicher Fachleute und Unterstützender möglich gewesen. Zu den maßgeblich Beteiligten zählen:

  • Bauleiter Frank Beimel
  • Schlossführer Christian Juranek
  • Metallbauer Carsten Jödecke
  • Bauleiterin des Planungsbüros Jessica Miermeister
  • Geschäftsführerin Kristina Weichhold
  • Oberbürgermeister Tobias Kascha
  • Landrat und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Schloss Thomas Balcerowski
  • Vorsitzender des Fördervereins Gesellschaft der Freunde des Schlosses e. V. Tom Koch
  • Stadtrat und Pomologe Dr. Matthias Bosse
  • Ihr gemeinsames Engagement demonstriert eindrucksvoll den Wert von Kooperationen zwischen Verwaltung, Handwerk, Ehrenamt und Wissenschaft.

    Ein Ort der Begegnung und Inspiration

    Mit der Apfelbaumterrasse gewinnt das Schloss Wernigerode nicht nur einen sanierten Flächenabschnitt, sondern auch einen symbolträchtigen Raum der Begegnung – offen für Einheimische und Gäste. Der neue Apfelbaum wird dabei langfristig an die enge Verbindung der Region zu ihren Wurzeln erinnern und künftige Generationen inspirieren.

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